Instant Messaging in Unternehmen

Heute habe ich bei Golem ein Bericht über Instant Messaging in Unternehmen gelesen. Fazit: Bis 2013 sollen 95 Prozent von (globalen) Unternehmen IM benutzen.

Wir haben schon vorletztes Jahr einen Jabber Server installiert und auf jedem Arbeitsplatz Miranda installiert. Und es ist einfach super praktisch.

Es kommt so oft vor, dass man

  • mal dem Dirk einen Link schicken muss
  • kurz den Thorsten fragt, warum der Server schon wieder so langsam ist
  • den Clemens fragt, ob der Zeit für eine kurze Besprechung hat
  • dem Rolf eine Support Anfrage weiterleitet
  • eine neue Aufgabe (für Zwischendurch) an Timo weiterleitet
  • bei Philipp nachfragt, ob er das Essen schon bestellt hat
  • den Christian fragt, ob er mal kurz rüber kommen kann
  • etc, etc, etc.

Ohne IM würde die Kommunikation nicht so schnell und effektiv ablaufen wie es jetzt der Fall ist – sogar nicht, wenn der Kollege direkt gegenüber sitzt.

Der Grund für einen eigenen Jabber Server war die Tatsache, dass jeder Mitarbeiter privat einen anderen IM Dienst benutzt hat. Der eine war bei ICQ, der andere bei Yahoo oder Google. Daher haben wir einfach einen eigenen Server auf unserem Development Server installiert und für jeden Arbeitsplatz (nicht Mitarbeiter, sondern Arbeitsplatz) einen Account eingerichtet.

Die Nutzung des privaten Accounts während der Geschäftszeiten ist bei uns erlaubt (bzw. nicht verboten). Ich habe absolut nichts dagegen, wenn auch mal eine private Frage während der Arbeit per IM beantwortet wird, solange das nicht Überhand nimmt… bisher gab es aber noch keine Probleme.

Heute würde ich das übrigens anders organisieren: Heute würde nicht mehr Jabber installieren, sondern nur noch Skype auf allen Rechnern. Jeder müsste dürfte sich einen Account anlegen (falls er noch keinen hat) und die Kommunikation würde über Skype stattfinden. Vorteile: Man kann zusätzlich noch telefonieren, es gibt Gruppen-Unterhaltungen und es sieht schöner aus. ;-)

Warum ich die Organisation nicht ändere? Das hat mir Uwe beigebracht: Never change a running system.


Kategorien: Firma und Projekte
Trackback: http://ortw.in/2007/06/21/instant-messaging-in-unternehmen/trackback/

Gelesen: 2907 · heute: 2

4 Responses to “Instant Messaging in Unternehmen”

  1. ich wuerde auf skype verzichten, ich bin zum einen eher ein opensourcetyp, aber es hat auch andere gruende, beim telefonieren entsteht wieder neuer nicht noetiger laerm und zum anderen macht man seine unternehmens strucktur von einem anderen nicht wirklich durchschauberen unternehemen abhaenig.

    Aber wenn es unbedingt telefonieren sein muss gibt es auch die moeglichkeit ein asterisk server aufzusetzen und es mit dem firmen internen telefonnetz zu koplen!

  2. > Vorteile:
    > Man kann zusätzlich noch telefonieren

    Die Skype-Kontakte könnte man sogar in Miranda integrieren (wenn Skype im Hintergrund läuft):
    http://addons.miranda-im.org/details.php?action=viewfile&id=3200
    http://addons.miranda-im.org/files/screenshot/59-1-1102730515-screenshot.jpg

    Aber wie gsus schon sagte, IM != Telefonieren. Dafür gibt’s imho Telefone ;) Und teuer ist (nationales) Telefonieren ja wirklich nicht mehr.

    > es gibt Gruppen-Unterhaltungen

    Nennt sich in Jabber “Multi User Conference (MUC)” (oder auf Deutsch: Mehrbenutzerkonferenz). Kann Miranda auch.

    > und es sieht schöner aus.

    Es gibt zahllohse, sehr schöne Themes für Miranda:
    http://addons.miranda-im.org/index.php?action=display&id=82
    Insbesondere für die “Modern Contact List” und “IEView”:
    http://addons.miranda-im.org/index.php?action=display&id=93
    http://addons.miranda-im.org/index.php?action=display&id=83

    Mein Miranda sieht z.B. so aus:
    http://gedankenkonstrukt.de/?action=show;id=17

  3. Es gibt übrigends eine Erweiterung des Jabber-Standards namens “Jingle” bzw. “Jingle Audio”, die Voice und Video-Chats ermöglicht. Google hat das meines Wissens in seinem Jabber-Client und Server integriert.

    http://www.xmpp.org/extensions/xep-0166.html

    Ich mag halt propriertären Krams wie Skype nicht.

    Und IM hat gegenüber Voice noch einen Vorteil – ich kann das ganze auch mal zwei Minuten ignorieren, wenn ich gerade etwas wichtiges Anderes mache.

  4. Auf Skype im Unternehmen würde ich auch verzichten. Es ist propretär und damit potentiell unsicher. Hinzu kommt, dass in der Vergangenheit bekannt geworden ist, dass Skype “nach Hause telefoniert” sprich Daten des PCs ausliest und an Skype sendet. Außerdem durchlöchert Skype hinterrücks die Firewall, so dass die Sicherheit des gesamten LANS kompromittiert wird.

    Wir lassen unseren User im LAN sehr viel Freiheiten, aber die Benutzung von Skype haben wir explizit verboten.

Leave a Reply

  • Translator

    German flagItalian flagKorean flagChinese (Simplified) flagEnglish flagFrench flag
    Spanish flagJapanese flagRussian flagRomanian flagUkrainian flagVietnamese flag
  • Empfehlungen

  • The next trips

    Ortwin Kartmann is at home in Butzbach.

  • Upcoming Events

  • Mein QR-Code

    qrcode